18.04.2014

Jedes Küken hat einen Dosenöffner!


Eier sind ganz schön stabil! Das müssen sie auch sein, denn was könnte sonst den Tierkindern darin nicht alles passieren? Wenn du das nächste Mal beim Einkaufen mitgehst, dann kannst du selbst einmal fühlen, was so ein Huhn wiegt: Heb es einmal ein Brathähnchen oder ein Suppenhuhn aus der Kühltheke hoch (Natürlich legst du es ganz sorgfältig auch wieder zurück!) – wenn so etwas im Angebot des Ladens ist, probier das auch mit einer Gans oder einer Ente. Die Gewichte sind auf den Packungen in Kilo und Gramm aufgedruckt. Diese Tierarten würden aussterben, wenn die Eier nicht echt tragfähig wären.



Du kannst auch – mit Erlaubnis deiner Eltern! – einmal einen kleinen wissenschaftlichen Versuch machen, um selbst zu fühlen wie stabil so ein Ei ist:

• Stelle eine Schüssel in das Spülbecken.

 • Such dir ein Ei aus, das keinerlei Beschädigung hat.


 • Fasse über der Schüssel das Ei mit Daumen und Zeigefinger so, dass du es genau am „Po“ und am „Kopf“ packst:

•  …falls du das Ei tatsächlich zerquetschen kannst, brauchst du eine Menge Kraft dazu. Und wenn es  wirklich zerbricht: Rest auffangen, Schalen rausfischen und verwerten, denn mit Lebensmitteln spielt man nicht!



Also: Eier von Vögeln sind recht stabil, damit es beim Brüten kein Rührei gibt.

Wie kommt denn dann so ein kleines Küken da beim Schlüpfen aus eigener Kraft raus?

Es hat wirklich einen Dosenöffner! Der heißt „Eizahn“ und sitzt oben auf dem Schnabel des Kükens. Dessen Hals und Kopf sind im Ei so gelagert, dass das Küken den Hals ein wenig streckt, mit dem Eizahn von innen ein Loch bohrt oder zumindest die Schale an der Stelle knickt, dann dreht es sich (fast wie ein Uhrzeiger) ein wenig weiter und macht dasselbe an der nächsten Stelle. So entsteht nach und nach eine Reihe von Löchern oben am Ei – wie bei einer Briefmarke oder einem Blockblatt, wo man abreißen will.

Übrigens: Wenn ihr einen Eizahn sehen wollt, müsst ihr euch bei Küken beeilen: Der kleine „Dosenöffner“ fällt schon bald nach dem Schlüpfen ab, weil er nicht mehr gebraucht wird.


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