19.04.2014

Küken sind Verpackungsgenies!



Wenn man frisch geschlüpfte Küken sieht, fragt man sich unwillkürlich: Wie haben diese Flauschbälle noch vor kurzem in solch ein kleines Ei gepasst?

Alles eine Frage der Verpackung: Nach dem Schlüpfen sind die Küken feucht – aber auch, wenn sie getrocknet sind, kann es sein, dass ihre Federn wie nass-verklebt aussehen. Das kommt daher, dass jede einzelne der flauschigen Daunen in einer engen Hülle steckt. Diese Hüllen sorgen im Ei dafür, dass die Flauschfedern nicht zu viel Platz wegnehmen. Wenn die Küken schlüpfen, reiben sich Geschwister eines Geleges oft aneinander oder die Henne wärmt ihre Kinder, indem sie sich wie beim Brüten draufsetzt (Das Wärmen und Schützen der Brut nennt man übrigens hudern.). Bei alledem entsteht eine Menge Körperkontakt und die Berührungen sind es, die schließlich die Hüllen um die Daunen zerbröseln lassen. Vielleicht kannst du zu Ostern irgendwo im Zoo oder auf einem Hühnerhof einen Schaubrüter finden und den Schlupf der Küken dort miterleben: Ein Wattebausch, der sanft über ein Küken streicht, reicht aus, um die Federchen, wenn sie trocken sind, zur Entfaltung zu bringen.

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