21.04.2014

Leise zählte die Henne bis fünf und sagte dann zufrieden: „Das reicht!“



Tiere können zählen. Wirklich, das können sie – nicht so wirklich genau mit Ziffern eins-zwei-drei-vier-fünf wie wir, aber in dem Sinn, dass sie erkennen: Hier liegen mehr als soundso viele Gegenstände oder weniger“.

Hühner können so bis etwa fünf oder sechs zählen. Das ist nämlich ungefähr die Wunschzahl an Küken für ein Gelege.

Eine Henne schaut also in ihr Nest und denkt sich dabei vielleicht folgendes: „Nee, das sind noch nicht genug Eier, ich leg mal besser noch eines“, wenn sich da erst drei Eier im Nest befinden.

Und genau deshalb gibt es Frühstückseier auf unserem Tisch! Die Hühner sind ja nicht nur blöd-nett und legen die Eier einfach so, weil wir die ganz gern essen oder beim Backen brauchen. Nein, der Bauer trickst sein Federvieh aus: Indem er immer wieder die frisch gelegten Eier wegnimmt, denkt sich die Henne: „Nee, das reicht noch nicht“ und legt ein weiteres Ei. Sie kann gar nicht anders. Ihr Pech und unser Glück.

Die auf ein gutes Legeverhalten gezüchteten Hühner können so über eine lange Zeit fast jeden Tag ein Ei legen. Aber bitte nicht die ganz billigen Eier aus der Bodenhaltung kaufen – Hühner in Bodenhaltung dürfen nie raus und die Sonne oder die frische Luft genießen. Das dürfen nur Hühner, deren Eier in Kartons mit dem Aufdruck „Freilandeier“ oder „Bioeier“ verpackt werden oder die so einzeln auf dem Markt oder einem Bauernhof verkauft werden.

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